Startort war Höxter, von wo aus es nach Minden, unserem Endziel, gehen sollte. Zwischenstationen waren z.B. Holzminden, Münchhausen und Hameln. Täglich wurden zwischen 17 km bis 30 km zurückgelegt. Trotz des Vorhabens gemütlich zu fahren, wurde schon ab der ersten Etappe ein inoffizieller Kampf um das Gelbe Trikot des Spitzenreiters in Anlehnung an die Tour de France ausgetragen. Die letzte Etappe und somit das Gelbe Trikot gewann Herr Knobloch. Wenn das Wetter es zuließ, gingen wir baden, spielten Rommé, Skat, … oder werteten die täglichen Etappen aus. Am Anreise- und am ersten Paddeltag war reinstes Märchenwetter, ab Dienstag wurde es wettermäßig ungemütlich. Doch Bewölkung und Regen schreckten uns nicht ab, unsere Tagestouren auf der Weser und die Ausflüge in die Städte mit großer Begeisterung zu absolvieren.
In Bodenwerda erwartete uns eine Sommerrodelbahn, die viele von uns zu einem vergnüglichen Rodelnachmittag verleitete. Herr Koban erteilte Eddie eine Tagesaufgabe: Er sollte herausfinden, wer Baron Münchhausen war. Das war für Eddie natürlich kein Problem.
Das nächste Tagesziel war Hameln, eine empfehlenswerte Stadt mit einem sehr schönen Marktplatz. Auf diesem fand am Nachmittag die Theateraufführung „Der Rattenfänger von Hameln“ statt. Wir waren begeistert.
Vor unserem Endziel Minden kamen wir in einen Ort, der wohl auf kaum einer Karte eingezeichnet ist- Borletzen. Dieses „Dorf“ besteht aus 8 Häusern, 60 Wohnwagen und 20 Zelten. Den kulturellen Höhepunkt des Tages bildete der Auftritt des Königs der Magie. Seine Kunststücke waren geprägt von Spannung, Raffinesse und Einfallsreichtum.
Von Minden aus traten wir am Sonntag, den 24. Juli 2005 die Heimreise an. Natürlich schien auch jetzt die Sonne wieder.
Wir, die Paddler möchten uns bei Frau und Herrn Neustadt für die sehr gute und umfassende Versorgung bedanken. Am Ende waren wir uns alle einig, im nächsten Jahre sollte es wieder eine „Tour de Weser“ geben, um den Nordabschnitt noch zu erschließen.
Peter Diecke


