44. Winter-Elbe-Fahrt 2017

By | 27.02.2017

 

Aus vielen Ecken (Ost-)Deutschlands kamen die Paddler zur 44.Winter – Elbe – Fahrt, da nur bei uns das Wasser nicht einfriert! So konnten wir 60 treue Teilnehmer, unter anderem aus Cottbus, Görlitz, Berlin, Brandenburg, Jena, Leipzig sowie Schönburg, Schönebeck, Neuruppin, um nur einige zu nennen, in Dresden – Laubegast begrüßen.

Der Wetterfrosch prognostizierte uns in diesem Jahr eine echt winterliche Veranstaltung. Davon lassen sich gewohnte Winterpaddler aber natürlich nicht schrecken. So trudelten am Freitag mehrheitlich viele uns bereits bekannte Gesichter ein und schlugen ihr Quartier in einem der Räume unseres Bootshauses auf. Es war ein echtes Puzzlespiel, alle Autos trotz der durch die Baustelle begrenzten Parkmöglichkeiten, alle unter zu kriegen. Auch in diesem Jahr war das traditionelle Bauernfrühstück sehr gefragt und in vielen Gesprächen wurden Erlebnisse der letzten Wochen und Monate ausgetauscht. Schließlich trifft man sich in der kalten Jahreszeit ja nicht ganz so oft. Dementsprechend spät endeten die Gespräche am Freitag oder besser gesagt am Sonnabendmorgen…!
Da diesmal doch ordentlich Schnee in den angrenzenden Wandergebieten lag, hatte sich unsere „Wanderleiterin“ Tine ein Bild von der Beschaffenheit der Wegverhältnisse auf der geplanten Wanderroute Krumhermsdorf-Unger-Sebnitz gemacht und festgestellt, dass der reichlich vorhandene Schnee uns zu einem durchgängigen Gänsemarsch gezwungen hätte, was wohl nicht so unterhaltsam geworden wäre. Auch der Temperaturanstieg vor dem Wochenende lies sie dann Abstand von der Route nehmen, da wenn schon mal Winter, sie doch eine ordentliche Tour durch den Schnee bevorzugen würde.
Also Plan B: Treff am Bootshaus nach einem gemütlichen Frühstück gegen 8:40 Uhr. Insgesamt 50 Teilnehmer gelangten mit Straßenbahn, S-Bahn und Regionalbahn trotz kurzer Umsteigzeiten zügig ins Osterzgebirge. Dabei hing im Müglitztal der Nebel teilweise als ordentliche Suppe über den Gleisen. Aber in Geising angekommen, strahlte die Sonne von wolkenlosem Himmel und der Schnee blendete. Los ging es Richtung Aschergraben. Leider haben wir den eigentlich geplanten Einstieg verpasst. Der Versuch, etwas weiter oberhalb den Aschergraben zu erreichen, wurde zum sportlichen Tiefschneestapfen. Kalt war jetzt keinem mehr! Parallel zu unserer Wanderstrecke flitzen Langläufer mit Startnummern gekennzeichnet um die Wette durch die Loipe. Entlang eines verschneiten Baches ging es durch den Winterwald gen Altenberg. Schon unterwegs grüßte uns von Zeit zu Zeit der durch seinen Turm nicht zu verkennende Geisingberg. Auch bis zu seinem Fuß ging es wieder durch reichlich tiefen Schnee relativ langsam vorwärts. Aber Sonne und Schnee hielten uns bei guter Laune. Auf dem Geisingberg gab´s die Mittagsrast mit Knacker und Brötchen, einer deftigen Suppe und/oder einem Bier. Vom Turm aus gab es einen tollen Rundblick. Eigentlich sollte es von hier weiter nach Bärenstein gehen. Da wir im Schnee deutlich langsamer vorangekommen sind als angenommen wurde, entschieden wir uns, darauf zu verzichten. Der Großteil stieg gen Altenberg ab, ein Teil wählte die Alternative und verließ den Berg gen Geising. Beide Gruppen fanden in der Regionalbahn wieder zusammen. Auch auf der Rückfahrt klappten die Anschlüsse super. Ein Teil nutzte die Verbundkarte noch zu einem Abstecher nach Dresden. Die anderen freuten sich auf Kaffee, Sauna oder Dusche. In der Zwischenzeit hatten die daheimgebliebenen fleißigen Helfer die zahlreichen Boote auf vier Bootshängern verstaut.
Am Abend gab es dann die traditionelle Winter-Elbe-Party mit Lagerfeuer. Rustikal aber gemütlich ging es in zwei beheizten Zelten wieder bis tief in die Nacht bei vielen Geschichten zu. Grill und Pfanne waren heiß und so musste auch keiner bei Steak, Bratwurst, Gyros und Bratkartoffeln hungern.
Schneller als gewollt, war der Tag wieder vorüber und das lang ersehnte Paddeln nahte!
Pünktlich 9.30 Uhr startete der aus 4 Bootsanhängern bestehende Konvoi von Laubegast nach Bad Schandau, vorbei an den an der Straßenbahnhaltestelle wartenden Teilnehmern. Pünktlich 10.15 Uhr kam die S-Bahn am Startpunkt in Schandau an und alle nahmen ihre geliebten Boote in Empfang. Nach einer kurzen Begrüßung der Teilnehmer und nützlichen Hinweisen zur Abfahrt gingen die Ersten bereits schon ungeduldig wartenden Teilnehmer deutlich vor 11 Uhr zu Wasser. Insgesamt machte sich ein beeindruckendes Bild von 24 Zweiern und 49 Einern auf den Weg Richtung Dresden – Laubegast. Neben den „auswärtigen Teilnehmern“ kamen nun noch Sportfreunde aus Pirna, Coswig, Rotation Dresden, USV TU Dresden, Einzelpaddlern und dem Gastgeberverein aus Laubegast hinzu.
Bei einer Temperatur von leicht über Null Grad, leichtem Rückenwind, wenig Wasser, verschneiten Ufern sowie dem Elbsandsteingebirge, ging es diesmal tatsächlich als „Winter-Elbe-Fahrt“ die 33 Kilometer in 2 bis 2,5 Stunden die Elbe stromab. Kenterungen wie im vergangenen Jahr gab es dieses Jahr zum Glück keine. Damit hatte unser Begleitmotorboot zum Glück wenig zu tun. Dafür umso mehr einige Paddler! 6 Kilometer vor Laubegast machte das Motorboot schlapp und musste von einigen Teilnehmern mit Muskelkraft geschleppt und geschoben werden! Danke hierfür an dieser Stelle, ohne Euch wären die beiden Motorbootfahrer wohl bei der geringen Strömung noch eine Stunde länger unterwegs gewesen!
Im beheizten Zelt, bei leckerer Kartoffelsuppe, Tee und Glühwein, ging mit dem Erhalt einer Teilnehmerurkunde die 44.Winter-Elbe-Fahrt dem Ende entgegen. Schön war es mit Euch und wir freuen uns schon auf die 45. Winter – Elbe – Fahrt vom 02.-04.02.2018!
Vielen Dank an die vielen fleißigen Helfer im Bootshaus, ohne Euch wäre solch eine Fahrt nicht zu stemmen!
Ray & Tine